100jahre


Die frühen Jahre

Unsere Geschichte als eine der ältesten Baugenossenschaften Deutschlands, begann schon fast vor einem Jahrhundert. Ende Oktober 1910 wurde im „Deutschen Kaiser“ der „Beamtenwohnungsbauverein“ gegründet. Am 15.November 1910 ließ sich dieser als“Gemeinnütziger Bauverein“ in das Genossenschaftsregister eintragen. Aufgenommen wurden damals nur Beamte, Lehrer, Rechtsanwälte, Ärzte, Apotheker und Förderer der Genossenschaft. Eine Beschränkung, die uns heute merkwürdig berührt. Die Mitgliederzahl der Genossenschaft lag bis zum Ende des ersten Weltkrieges um 600, bis 1923 waren es über 1000, welche sich infolge der Wirtschaftskrise wieder auf 650 reduzierte. Die letzte Bilanz 1923 schloss mit 3 Billionen Papiermark ab, die Bilanzsumme des ersten Goldmarktjahres betrug 680.000 RM. Zum 25-jährigen Bestehen im Jahr 1935, besaß die Genossenschaft 100 Häuser mit 504 Wohnungen und 652 Mitglieder. Die Beschränkungen zur Mitgliedschaft wurde auch schrittweise aufgehoben. 1935 waren auch 144 Arbeiter und 198 Angestellte, 273 Beamte und Lehrer, sowie 37 Gewerbetreibende Mitglied. Die Bilanzsumme betrug 2.464.000 RM.

Die Verschmelzung

Nach mehrmaligen Aufforderungen und Androhungen zur Aberkennung der Gemeinnützigkeit, hat man den Bauverein gezwungen, sich mit anderen Genossenschaften zu verschmelzen. So hat am 12.Mai 1942 der Regierungspräsident mitgeteilt: „Der Zusammenlegungsplan für die gemeinnützigen Wohnungsunternehmen im Gau Düsseldorf ist durch den Herrn Reichskommissar für den sozialen Wohnungsbau auf Grund seines Erlasses vom 14.November 1941 für verbindlich erklärt worden“. Zum 1.Januar 1943 wurden somit die Gartenhaus-Baugenossenschaft „Eigner Herd“, die Eigenheimgenossenschaft Nützenberg, die Spar- und Baugenossenschaft „Bergland“ und die Heimstättenbaugenossenschaft mit dem „Gemeinnütziger Bauverein“ zur „Gemeinnützige Wohnungsgenossenschaft Wuppertal-Mitte e.G.m.b.H.“ verschmolzen. Durch die Verschmelzung wuchs die Mitgliederzahl auf insgesamt 1520, die Häuser auf 224 und die Wohnungen auf eine Zahl von 926 an. Ein weiteres Ergebnis war die Veränderung des Geschäftsanteiles auf 300 RM.

Die Nachkriegszeit





Nach dem Krieg wollte man zunächst diese Zwangsheirat wieder trennen. Alle Beteiligten kamen aber zur der Überzeugung, dass die gesamte wirtschaftliche Situation und die starke Verbombung nicht dazu geeignet waren, die 5 Genossenschaften wieder eigenständig agieren zu lassen.

Bau- und Sanierungsarbeiten waren in den Jahren bis 1948 fast unmöglich.

Erst ab dem 20.Juni 1948, dem Tag der Währungsreform, war es wieder möglich, Material und Leute für diese wichtigen Leistungen zu bekommen. Schon am nächsten Tag wurde begonnen.


Die letzten 50 Jahre

In den 60ziger Jahren hat sich die Anzahl der Wohnungen enorm vergrößert. Kontinuierlich strebte die GWM weitere Neubauvorhaben an, so dass 1966 die Kurt-Schumacher-Straße mit sechs Häusern und 77 Wohnungen bezogen werden konnte. Im Jahr 1968 folgten zwei freifinanzierte Bauten in der Kriegerheimsiedlung mit 16 Wohnungen. Mit dem Ausbau des Sonnborner Kreuzes entstand 1969 die Siedlung Möbeck mit 14 Häusern und 87 Wohnungen. Im gleichen Jahr entstanden die drei Häuser an der Hans-Böckler-Straße. „In die Höhe“ ging es dann weiter mit drei Häusern in der Hainstraße. Hier fanden 86 Familien ein neues Heim. 1971 erwarb das Unternehmen das Objekt Kellerstrasse/Neuenteich mit 56 Wohnungen. In Erweiterung des Besitzes unter den Hardtanlagen errichtete die Genossenschaft weitere 28 Wohnungen und verlegte den Bürobetrieb von der Bredter Straße nach dort; 1979 und 1993 entstanden im Anschluß an die Frankenstraße weitere Neubauten. In Beyenburg sind 1985 zwei von damals fünf geplanten Objekten mit 12 Wohnungen gebaut worden. In der Siedlung Ossenbeck wurden 1991 auch Altenwohnungen verwirklicht. 1997 errichtete die Genossenschaft einen ansprechenden Baukomplex an der Oberbarmer Freiheitstraße mit 45 Wohnungen. Die langjährige Tradition ist für die GWM eine Herausforderung auch in Zukunft Leben und Wohnen in Wuppertal positiv zu beeinflussen.